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Richtungsweisende Technologie


Unsere Generation kann Stolz darauf sein, dass die "Langhaarigen" aus der Flower-Power Zeit auch solch große Dinge, wie den Bau eines für die damalige Zeit gigantischen alternativen umweltfreundlichen Windkraftwerkes vollbracht haben

Tvindkraft | Tvind Møllen

(rh) Die erste globale Ölkrise in den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts regte einige intelligente Köpfe dazu an, in Ulfborg ein Windkraftwerk mit knapp 1MW Maximalleistung zu bauen. Das Windkraftwerk galt bis in die 90er Jahre als das größte Windkraftwerk Europas.  
Es waren jedoch nicht die Ingenieure der Energiewirtschaft, denn diese bewiesen in einem Parallelprojekt Namens Growian in Deutschland die angebliche Unmöglichkeit solcher Anlagen, sondern Lehrer der Tvind Schulen und Freiwillige. Das Durchschnittsalter der beteiligten Helfer war 21 Jahre, die Hälfte waren Mädchen. Fachkundige Unterstützung fand das Team u.a. bei Prof. Ulrich Hütter aus Stuttgart und Prof. Ulrik Krabbe von Dänemarks Technischer Universität.

Mette Bryndum zählte damals mit nur 15 Jahren zu den Jüngeren des Teams. Sie berichtete 2015  in einem Vortrag zum 40 jährigen Jubiläum der "Mühle", dass diese gegen Ende der Bauzeit wie der Honig die Bienen, täglich bis zu 3000 Besucher, darunter viele Experten, anzog.

... zum lesenswerten Vortrag von Mette Bryndum



Die erste funktionierende "Großwindmühle" Europas

Vor Jahren erzählte mir eine Mitarbeiterin von Tvind mit Begeisterung und Freude von der Bauphase  und der Inbetriebnahme des surrenden Monstrums. Ein wenig selbstironisch berichtete sie, dass sich die klugen Köpfe bei der Ermittlung der notwendigen Betonmenge erheblich verrechnet hatten. Während der Fertigung des Schaftes zeichnete sich ab, dass bald kein Beton mehr nachgeliefert werden würde. Irgendwie schafften es die Verantwortlichen in kürzester Zeit das Geld für den restlichen Beton aufzutreiben. Belohnt wurden Sie mit einem zuverlässigen Betrieb der wohl ungewöhnlichsten Großwindkraftanlage der Welt. Der Generator und das Getriebe  sind gebrauchte Second-Hand Bauteile aus schwedischen Industrieanlagen. Der erste Frequenzumrichter war eine Prüfungsarbeit der Dänischen Technischen Universität. Gesteuert wurde das Windkraftwerk, das bis in die 90er Jahre das größte Windkraftwerk Europas war, mit einem in Assembler programierten Z80 Einplatinencomputer. 1999 erhielt der bis dahin triste graue Turm einen rot/weißen Anstrich.

Konstruktiv handelt es sich um einen Leeläufer (die Rotoren befinden sich auf der windabgewandten Seite des Turms). 

weiterführende Informationen:

Tvind

Tvindkraft

Obwohl die Tvind-Schulen nicht als Sekte bezeichnet werden, so stehen sie dennoch in der Öffentlichkeit unter diesem Verdacht.  Faszination Westjütland wird diese Unterstellung nicht bewerten und sich auch nicht an der Diskussion beteiligen. Wir müssen die großartige Leistung dieser Menschen für die wirtschaftliche Ausnutzung der kostenlosen Windenergie würdigen.



Ausstellung im Sockel der "Windmühle"

Tagüber ist der "Keller" im Sockel der Windmühle für Interessierte zugänglich. Man muß nur mutig den Zugang hinabgehen. Beim Eintritt in den dunklen Raum wird per Bewegungsmelder die Beleuchtung eingeschaltet. Ein Summen und Ächsen durchströmt den Raum. An den Wänden befinden sich große Fotos vom Bau der Windmühle. Außerdem befinden sich an den Wänden technische Informationen. Begeistert hat einer der beiden Teenager auf dem Bild recht gesagt: "Toll, die sehen ja aus wie Hippies!"  .




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