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Fotografieren – Zeichnen mit Licht

(rh) Fotografieren als Freizeitaktivität? Fast jeder hat ein Smartphone. Und die Bildprozessoren der höherwertigen Modelle sind mittlerweise oft so gut, dass sie neben der Farb- Schärfe und  Belichtungskorrektur auch noch Objektivverzeichnungen meisterhaft korregieren.

Einige der untenstehenden Empfehlungen gelten für alle Kamerasysteme.

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Der große Fotokurs

Diese Fotoschule ist Ihr umfassender Einstieg in die digitale Fotografie! Die Foto-Trainerin Jacqueline Esen erklärt Ihnen sämtliche Grundlagen der Fotografie und das leicht und verständlich. Sie lernen die wichtigsten Funktionen von Digitalkameras kennen, erfahren, was Sie einstellen müssen, um perfekte Schärfe und Belichtung zu erzielen, und wie Sie mit Licht und Farbe Bilder gestalten.

Darüber hinaus gibt Ihnen Jacqueline Esen Praxistipps und Gestaltungsregeln für die verschiedensten Motive von Porträt über Landschaft bis hin zu Architektur an die Hand. Übungen und Schritt-für-Schritt-Anleitungen werden Ihnen dabei helfen, Ihre Kamera in allen Aufnahmesituationen zu beherrschen. Sie lernen so genau die Techniken kennen, die Sie brauchen, um tolle Bilder zu machen!

Aus dem Inhalt:

  • Digitale Technik verstehen
  • Objektive richtig einsetzen
  • Motivgerecht belichten
  • ISO-Wert in der Praxis
  • Richtig fokussieren
  • Blitzlicht einsetzen
  • Bilder perfekt gestalten
  • Schärfe & Unschärfe
  • Gestalten mit Form & Farbe
  • Fotografisch sehen lernen
  • Bilder perfekt bearbeiten
  • Typische Fotofallen umgehen
  • Inkl. Tipps fürs Zubehör

Der große Fotokurs: Besser fotografieren lernen (Galileo Design)


Motive an der Nordseeküste

Wer sich mit der Kamera auf die Suche nach schönen Motiven und Momenten macht, der bleibt in Bewegung und kann mental abschalten und den Alltag vergessen. Und Motive, die gibt es hier in Westjütland reichlich.

  • Familie am Strand

    Meer

  • Menschen
  • Hafen
  • Dünen
  • Pflanzen
  • Kirchen
  • Kunstwerke …

Bereits hier in Westjütland

bezaubert das einzigartige Licht des Nordens

Man bemerkt direkt bei der Ankunft, dass hier in Südskandinavien die Tageszeit und das Licht intensiver miteinander korrespondieren als in der Heimat. Es ist schon beeindruckend, wenn die Sonne spätabends im Westen am Horizont lansam hinter der Nordsee verschwindet und den Himmel landeinwärts im Osten immer noch blau leuchten läßt.


Wie fotografiert man einen Sonnenuntergang ?

Manch stolzer Besitzer einer Digitalkamera wird feststellen, dass die Farben einer dramatischen Sonnenuntergangsstimmung recht flau und nüchtern ins Foto übertragen wurden. Das liegt dann am automatischen Weißabgleich der Kamera. Der Bildprozessor der Kamera versucht, genau wie unser Gehirn, die Beleuchtungssituation während der Aufnahme als neutral zu adaptieren. Wählt man jedoch als Weißabgleich an der Kamera die Voreinstellung “bewölkt” oder “Sonne” aus, wird das Abendlicht schön rot/orange auf die Speicherkarte gebannt. Wer seine Bilddaten im “RAW”-Format speichert, kann den für die Aufnahmesituation idealen Weißabgleich zuhause durchführen.


Sand – Salzwasser -Wind

Natürliche Feinde der Ausrüstung

In den ersten Jahren habe ich 2 Kameras, die durch Flugsand und Salz mechanisch beeinträchtigt waren, zur Reparatur geben müssen. Seit Jahren habe ich eine ganz einfache Methode zum Umgang mit der Ausrüstung. Das Objektiv erhält einen hochwertigen UV-Filter als Schutz. Die gesamte Kamera kommt mit einem Ersatzakku in einen stabilen möglichst transparenten Gefrierbeutel. Die Öffnung des Beutels wird mit einem Gummiring direkt hinter dem UV-Filter verschlossen. Obwohl man bei der Bedienung der Kamera deutlich eingeschränkt wird, kann man mit dieser einfachen Methode die Kamera von der rauhen Umwelt abschirmen. Als Stativ nehme ich immer ein ganz einfaches Modell mit Wechselplatte mit. Das kann man getrost ins Salzwasser oder in den feinen Sand stellen, ohne ein kleines Vermögen bei irreparabelen Schäden zu verlieren. Erstaunlicherweise hat mein preiswertes (nicht billiges) Stativ mittlerweile 6 Jahre überstanden.
Man muss nicht unbedingt eine expeditionsgeeignete Ausrüstungstasche mitnehmen. Bei wenig Wind und schönen Wetter braucht man auch nicht die oben beschriebene Gefrierbeuteleinpackung zu zelebrieren, es reicht dann, die Kamera in eine Plastiktragetasche einzuwickeln und mit Badesachen an den Strand zu transportieren.  Eine zweite und dritte saubere Tragetasche sollte man als Reserve für den Fall, dass Sand in die Tasche kommt, mitnehmen. Wenn die Kamera nicht zu groß ist, kann man sie auch unter der Jacke vor Wind und Wetter schützen.


Panoramafreiheit

In Dänemark eingeschränkt

In Dänemark gilt die Panoramafreiheit für Gebäude. Nicht aber, wie in vielen anderen europäischen Ländern, für Kunstwerke, die sich bleibend an öffentlichen Plätzen befinden. Diese dürfen nicht öffentlich wiedergegeben werden, wenn sie das Hauptmotiv darstellen und die Vervielfältigung zu kommerziellen Zwecken erfolgt. (Consolidated Act No. 164, 2003). Nur der Ordnung halber erwähne ich, dass die beiden Damen auf der Bank in der Mitte des Bildes das Hauptmotiv dieser Aufnahme sind 😉


Wie macht man gute Fotos?

Beruflich habe ich häufig Kontakt zu Profi-Fotografen. Gerne schaue ich mir deren Fotografien an und erlaube mir auch manchmal vorsichtige Kritik.
Jedoch sehe ich neben vielen guten Fotos auch immer wieder Aufnahmen, die mich wirklich faszinieren.
Da stellt sich die Frage wie macht man solch ansprechende Fotos.
Insbesondere bei der Landschaftsfotografie, wo die Kamera, ggf. Wechselobjektive und das Stativ die einzigen Ausrüstungsgegenstände sind, spielt das umfangreichere und bessere Equipment der Profis keine große Rolle mehr.


1. Relevanz

Schon bei der Auswahl des Motives sollte man sich die Fragen stellen.” Will der zukünftige Betrachter das Bild wirklich gerne sehen?” und “Vermittelt das Foto Gefühle, die den Betrachter erfreuen?”
Bei Urlaubsbildern könnten dieses Fotos sein, die die Gefühle Fernweh, Freiheit, Geborgenheit oder Glück vermitteln. Oder aber auch Bilder, die Neugierde oder Furcht vermitteln und Ungewöhnliches oder Gefährliches zeigen.
Beispiel:
Fotos von der Ferienhausterasse. Eine schöne Erinnerung sind diese Fotos für alle Teilnehmer. Auch für Aussenstehende kann so ein Bild interessant wirken. Nämlich dann, wenn es den Blick auf die schöne Landschaft ermöglicht und das Gefühl von Geselligkeit und Harmonie im Mikrokosmos Familie und Ferienhaus rüberbringt.
Kritik:
Technisch ist das ein schlechtes Foto. Die Sonne steht ungünstig. Die hintere Person und die Hauswand sind nicht ausgeleuchtet.

2. Die richtige Aufnahmetageszeit

Die glatte Nordsee oder die fantastische Dünenlandschaft unter grau bewölkten Himmel wird niemanden neugierig auf einen Sommerurlaub an der Nordsee machen. Sie möchten den Betrachtern Ihrer Aufnahmen ja zeigen, wie schön es an der Nordsee ist. Mit entsprechender Belichtung könnte so ein Foto ungewöhnlich und dadurch wieder interessant wirken. 
Hier einige Tipps für ansprechende Aufnahmen:
Wenn morgens die Sonne scheint, dann lassen Sie das Auto stehen und gehen zu Fuß zur Nordsee. Jetzt fotografieren Sie Ihre Dünen- und Meerfotos. Die Sonne lassen Sie hierbei immer im Rücken. Durch das enorme Licht sind alle Fotos schön ausgeleuchtet und werden auch mit einfachen Kameras scharf, ansprechend und vorzeigbar. Je früher es ist, um so länger sind die Schatten. Indem Sie die Sonne seitlich lassen, nutzen Sie diese Lichtsituation für schöne plastische “Streiflichtaufnahmen” der Dünen. Über der Nordsee und den Dünen vermittelt der dann auch auf den Fotos fantasisch wirkende schöne blaue Himmel die Lust auf einen Urlaub in Westjütlands Dünenlandschaft.

Die sonnige Mittagszeit mit  kurzen harten Schatten ist ein weiterer guter Zeitpunkt um die Dünen im “Streiflicht” zu fotografieren. Zur Mittagszeit können Sie aus Richtung Süden die Nordsee, den Strand, die steilen Dünen und den gleichmäßigen blauen oder gering bewölkten Himmel gleichzeitig homogen ausgeleuchtet auf den Chip bannen.

Der Nachmittag ist nahezu ideal um Personen am Strand zu fotografieren. Aus Richtung Süden zeigen die Fotos einen noch relativ kurzen Schatten in Richtung Nordost. Der Himmel wird dann jedoch, insbesondere bei Weitwinkelaufnahmen, rechts dunkler als links abgebildet.

Abends scheint die Sonne aus Richtung Nordsee. Jetzt kann man vom Meer aus gut in Richtung Strand und Dünen fotografieren. Die Steine am Strand werfen lange Schatten und die welligen Strandstrukturen wirken durchgezeichnet.

Spätabends “versinkt” die Sonne im Meer. Dann sieht man sie, die vielen Fotografen, wie sie oben von den Dünen die wirkungsvollen Aufnahmen vom Sonnenuntergang machen.

3. Die Bewölkung ausnutzen

Immer dann, wenn die Sonne von Wolken verdeckt wird, bietet es sich an, schwierige Motive, die üblicherweise durch harte Schatten entstellt werden, zu fotografieren.


Das Bild ist optimal

Von der Arroganz des Fotografierenden

Nein, das Bild auf dem Chip ist nicht, wie viele Fotopuristen behaupten, das was der Fotograf am Aufnahmeort gesehen hat. Sicher, das Motiv wird es schon sein. Der Chip speichert die Lichtwerte, die aufgrund von Blende und Verschlusszeit durch das Objektiv gefallen sind. Üblicherweise sind dies bei einfachen Kameras nur 256 unterscheidbare Helligkeitswerte in jeder der 3 Grundfarben ROT GRÜN und BLAU.
Unser Auge hat keine Verschlusszeit, jedoch im übertragenen Sinne eine Blende, und wenn diese sich auf die Grundhelligkeit der Umgebung eingestellt hat, sehen wir unsere Umgebung mit einen Dynamikumfang von 1:10.000. Also können wir etwa 40 mal mehr Helligkeitsnuancen als eine einfache Digitalkamera unterscheiden. Unser Gehirn baut daraus ein latentes Bild. Zusätzlich bewertet unsere individuelle Empfindung und Erfahrung Bilddetails.
Erst mit hochwertigen 14 Bit Kameras kann man den Dynamikumfang unser Augen erreichen, bzw. übertreffen..

Möglicherweise waren die über den Chip nicht differenzierten Details im Schatten- oder Lichterbereich der Aufnahmesituation ausschlaggebend für unsere Erinnerung.

Auch wenn Sie nur eine einfache Kamera besitzen, machen Sie sich mit deren bildbeeinflussenden Einstellungen vertraut. Wenn Sie dann wissen, wie Sie Belichtung, Sättigung und Weißabgleich beeinflussen können, werden Sie zukünfig in der Lage sein, noch bessere Aufnahmen zu machen.
Auch wenn Sie RAW-Aufnahmen mit 10, 12 oder 14 Bit erstellen, sollte die Kamera so eingestellt werden, das sowohl in den Schattenbereich, als auch in den Lichtern Zeichnung vorhanden ist. Stellen Sie sich vor, Sie müssten ein Brautpaar fotografieren. Der Bräutigam, ein Dunkelhäutiger, trägt einen schwarzen Anzug. Die hellhäutige blasse Braut trägt ein weißes Kleid. Meistens saufen in dieser Situation die Schatten ab, oder die Falten des Brautkleides reissen auf und werden unnatürlich weiß.

Bei einer einfachen Kamera nutzen Sie in solchen Situationen die Funktion “Erweiterung des Dynamikumfangs”.

Sicherlich haben auch flaue Bilder von diesigen Fernsichten Ihren eigenen Reiz. Mit der Funktion “Verringerung des Dynamikumfangs” bannen Sie in dieser Aufnahmesituation mehr Details auf den Chip.